U16C: Ein Hin und Her, Moral gezeigt und ..... 09.03.2020 00:39 (Coni Clavadetscher)
 
Im ersten Spiel gegen Baden-Birmenstorf konnten wir die erste Hälfte mit einem Chancenplus mehr oder weniger dominieren und waren gut auf den konterstarken Gegner eingestellt. Zum Pausentee 1:0, zu wenig aus den zahlreichen Torchancen gemacht. Nach vorne schauen. Pause fertig, 1:1. Aus dem Nichts ein satter und präziser Schuss eines gegnerischen Spielers. Netz zappelt nicht, Schiri pfeifft Tor. Richtig entschieden, Ball trifft genau die hintere Gestängeverzweigung und fliegt zurück in dieselbe Richtung, aus welcher er gekommen ist. Hoppla! Ausgleich! Jetzt plötzlich sind unsere Jungs gefordert und sie überstehen hüben wie drüben mehrere heikle Szenen. Oft wird der Ball in der Mitte dem Gegner „angeboten“. Konter. Goalies parieren alles, beide (zu) oft im Fokus. Noch 4 Minuten, wir drücken und passen hinten auf. Durchsage „die letzten 3 Spielminuten“, langsam muss was gehen...
Noch 2 Minuten effektive Spielzeit. Wir drücken vehementer, müssen aber auch ganz gut aufpassen, denn der Gegner lauert immer wieder geschickt. Goalie gibt durch, noch eine Minute (Anzeigetafel im Rücken der Spielerbank), nicht einsehbar für Spieler und Trainer. Ein schneller Vorstoss über den Flügel, kluger Pass hinter die Abwehr, Mitte lässt durch und PENG, drin ist das runde Ding. 2:1. Schlussirene. Fertig. Aus! Glücklicher Sieg. Nicht unverdient. Die Defensive funktionierte sehr gut, die Mitte harzte zuweilen, legte aber auch mehrmals schön auf und in der Offensive? Da passte noch zu wenig zusammen.

Ein Spiel Pause. Neu fokussieren. Erneut ein „heikler“ Gegner. Pfannenstil-Egg. Diese Saison bereits Stolperstein für die Top 3.

Mit unserem 2. Torhüter in die Partie gestartet. Vorsichtiges Herantasten an den Gegner. Dieser steht hoch, spielt aggressiv. Unsere Defensive verheddert sich, behindert sich gegenseitig. Kluges Pässchen in die Mitte, Direktschuss und schon steht‘s 0:1. Etwas irritiert aber nicht verunsichert, versuchen die Jungs den Gegner aus der Offensive zu drücken. Dies gelingt ab und zu, ab und zu aber auch nicht. Ball in die Ecke, gegnerischer Spieler „spaziert“ hinter dem Tor durch und schiesst mit einem Kabinettstückchen hinter dem Rücken des Torhüters das 0:2. Zwei Tore hinten, ein Weilchen her. Torhüterwechsel. Jetzt sind alle gefordert. Wir rappeln uns auf. Mehr und mehr drücken wir die „Egger“ in ihre Hälfte und kommen zu Chancen. Kurzpassspiel vor deren Tor. Kaltblütiger Abschluss zum 1:2. Wir sind wieder dran. Der Gegner bleibt auch dran. Energieanfall des Centers, Doppelpass und satter Schuss. 1:3. Goalie ohne Abwehrchance. Jetzt ist allen klar. Der selbstbenannte „Stolperstein“ ist eine Knacknuss. Fokussiert bleiben. Die Offensive suchen. Anschlusstreffer nach schöner Kombination übers ganze Feld. 2:3. Jetzt den Ausgleich suchen. Wir stehen sehr weit vorn. Verteidiger des Gegners dribbelt zwei von uns aus, spielt einen langen präzisen Ball vor unser Tor, Goalie pariert und wird dann doch noch bezwungen. Kurioses Tor. 2:4. Wieder zwei Tore hinten. Die letzten Minuten vor der Pause ein mehr oder weniger wildes „Gehacke“ und gute Schiris mit klarer Linie.
Pause. Uff! Das hatten wir uns ein wenig anders vorgestellt. Und es lag nicht daran, dass wir nicht Tore schiessen wollten. Der Gegner spielte einfach öfter als erwartet in unserer Defensive. War eine gute Halbzeit, aber der Gegner war ebenbürtig und kaltblütiger. Die Trainer lassen die Mannschaft selbst bereden und besprechen sich gegenseitig. Es muss umgestellt werden. Alles rausholen. Wir wollen gewinnen. Kurzbesprechung mit dem Team. Kampfspruch. Los geht‘s!

Nach ca. 4 Minuten erneutem Abtasten, probieren und scheitern, können sich unsere Flügel geschickt aus der Mitte lösen, nutzen Raum und Zeit und stehen genau richtig, so dass der Anschlusstreffer zum 3:4 bejubelt wird. Clever und einfach durchgezogen. So soll‘s weitergehen, aber aufgepasst, der Gegner hat gute „Schützen“. Wir wollen diesen Ausgleich, mehr und mehr drücken wir den Gegner aus unserer Hälfte. Der Ausgleich folgt. Wir geben alles. Immer wieder scheppert es auf beiden Seiten am Alu. Das Spielgeschehen hoch spannend und attraktiv für die Zuschauer. Intensiv für die Spieler. Unsere Center werden häufig eng gedeckt und müssen ein weiteres Mal hinten rum spielen. Der Verteidiger rückt gekonnt auf, öffnet den Slot, täuscht an, stattdessen feiner Pass nach rechts, Direktschuss und Tor! Ausgleich! Grosser Jubel und direkt wieder die Warnung, dran zu bleiben und wach zu sein. Hin und Her. Noch 8 Minuten. Ein weiterer Vorstoss über rechts, Querpass in die Mitte vors Tor. Direktablenker. Tor!! Vorne!!!....doch nicht. Treffer wird aufgrund eines hohen Stocks des Torschützen nicht gegeben. Korrekter Entscheid der souveränen Unparteiischen. Noch 6 Minuten. Praktisch identische Szene ohne Querspielen dafür mit perfektem Offensivpass vor unser Tor, erneut sehr präziser Schuss/Ablenker, drin das Ding. Hinten!!!....doch nicht. Auch „hoher Stock“, auch korrekt gepfiffen. Durchatmen. Weiterhin ein Hin und Her. Nerven aufreibend. Die mentale Stärke kann jetzt über Sieg oder Niederlage entscheiden. Noch 4 Minuten. Mehrere sehenswerte Aktionen auf beiden Seiten. Das letzte Quäntchen fehlt noch. Energieanfall unseres linken Flügels, dribbelt, spielt klug quer zum rechten Flügel, dieser dribbelt, zieht ab und der Torhüter agiert ein weiteres Mal abgeklärt und ruhig. Wir wollen mehr. Wir drücken. Immer wieder machen die Flügel Tempo. Die Center ziehen Spieler auf sich. Es wird gedribbelt, zusammen gespielt, irgendwie rollt der Ball für uns, kommt vors Tor und landet im Netz. Grösster Jubel unseres Spieltags. Blick auf den Schiri. Treffer zählt. 5:4 vorne. Noch 3 Minuten. Der gegnerische Torhüter verlässt sein Tor. Sein Verteidiger-Kollege lässt sich durch Offensivdruck unsererseits beirren, verliert den Ball und muss zusehen, wie unsere Mannschaft den „empty netter“ zum 6:4 schiesst. Fortan spielt der Gegner wieder mit Torhüter und wir spielen die letzten Minuten und Sekunden mehr oder weniger nicht nervöses Unihockey, so dass nichts mehr anbrennt und wir den zweiten Sieg des Tages und damit die Tabellenführung feiern dürfen. Alle Teams mit Abklatschen wie gehabt. Wenig Publikum. Schade für zwei grossartige Matches mit fairen Gegnern auf sehr solidem U16-Niveau. Gratulation an euch Jungs! Viel Moral bewiesen und euch durch nichts aus der Ruhe bringen lassen. Das war eine sehr gute Leistung aller Beteiligten. Danke Rüti. Danke Züri Süd. Danke Unihockey.
0 Kommentar(e)


zurück